Osteopathie

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Methode, die den Ursachen der Beschwerden auf den Grund geht und durch die Therapie, die Selbstheilungskräfte in Gang setzt. Ganzheitlich deshalb, da alle Ebenen des menschlichen Körpers, d.h. Gelenke, Bindegewebe und Faszien, Organe, Nervensystem, u.a. behandelt werden. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, ist eine ausführliche Anamnese (Patientengespräch), eine Untersuchung basierend auf medizinischen Tests, sowie ein sanftes Aufspüren von Spannungsmustern und Bewegungseinschränkungen notwendig.

Leben ist Bewegung

Eine der wesentlichen Grundlagen der Osteopathie ist die Erhaltung der Bewegung der Gewebe im gesamten Organismus. Meistens ist uns diese Mobilität nicht bewusst. Dazu zählen die Atmung, der pulsierende Blutstrom, die Arbeit unserer Verdauungsorgane, die Strömung der Körperflüssigkeiten wie der Lymphe und dem Liquor sowie schließlich die Bewegungen der Muskulatur, Sehnen, Bänder, Gelenke und Bindegewebe. Werden die Bewegungen einzelner Körperstrukturen eingeschränkt, beeinflusst das deren gesunde Funktion. Glücklicherweise ist unser Körper sehr anpassungsfähig und in der Lage, einige Funktionsstörungen zu kompensieren. Ist aber die Kompensationsfähigkeit des Körpers erschöpft, dann genügt schon ein Einfluss, um eine unverhältnismäßig starke Reaktion hervorzurufen. Diese kann dann an ganz anderer Stelle im Körper auftreten. Oft liegt also die Lösung der Beschwerden nicht dort, wo wir Schmerz empfinden.

Veronika Gridling
Veronika GridlingPhysiotherapeutin, Os­teo­pa­thin, Manualtherapeutin

“Die Osteopathie verfügt auch Ihren Grundprinzipien entsprechend über ein sehr großes prophylaktisches Potential, um die Gesundheit zu erhalten bzw. zu unterstützen. In diesem Sinne sind auch prophylaktische Behandlungen ohne konkrete bzw. akute Beschwerden sinnvoll.”

Grundprinzipien der Osteopathie

  • Es besteht eine Wechselbeziehung zwischen Struktur und Funktion.
  • Der Körper besitzt Selbstheilungskräfte.
  • Der Körper ist eine Einheit, die nicht unterteilt werden kann (ganzheitlich).
  • Osteopathie behandelt den Patienten, nicht die Krankheit.

Techniken der Osteopathie

Zum Teil sind sie der Techniken aus der Physiotherapie sehr ähnlich, insbesondere was die Techniken an dem Bewegungsapparat betrifft, hierzu zählen:

  • Mobilisationstechniken

  • Korrekturtechniken (Manipulationen)

  • Faszientechniken

  • Muskeltechniken

  • VISZERALE Techniken (Viszera =Innere Organe)

  • Manuelles Befunden von Bewegungsstörungen an inneren Organen (z.B. Verklebungen nach Entzündungszuständen)

  • Spannungsausgleichstechniken, Drainagetechniken um z.B. Lymphfluß in Bewegung zu setzen, Craniosacrale Techniken

Behandelbare Beschwerden

  • Akute, chronische Schmerzzustände des Bewegungsapparates
  • Nach Träumen, Unfällen, Sportverletzungen, Operationen
  • Chronische Atembeschwerden (COPD, Asthma, Lungenerkrankungen u.a.)
  • Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus, Schwindel
  • Kiefergelenksprobleme
  • HNO Erkrankungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Menstruationsprobleme, Wechselbeschwerden
  • Häufige Harnwegsinfekte und Blasenentzündungen
  • Problem in der Schwangerschaft, rund um die Geburt
  • Neurologische Erkrankungen

Ablauf

  • Überweisungschein vom Arzt

  • 1. Termin

  • Check Befunde, Röntgenbilder

  • Gemeinsame Lösung finden

  • Therapie

  • Übungsprogramm für den Alltag

Weiteres zum Ablauf